Der Mona Affe hat eine kleine Population auf Grenada im Nationalpark Grand Etang. Der Affe wurde im 18. Jahrhundert zusammen mit Sklaven aus Afrika in die Karibik gebracht und hat sich hier angesiedelt. Ich habe leider nur zwei Exemplare gesehen. Wirklich ausdrucksstarke Gesichter. Glücklicherweise hatte Einer der Beiden Interesse an einem Stück Banane. Dafür sprang er vom Boden auf meine ausgestreckten Arme, sammelte geschwind die Früchte von meinen verschränkten Händen und saß auch schon wieder in seinem Baum. Er war erstaunlich leicht und das Fell sah ganz fein und fluffig aus. Offenbar war der Bauch danach gefüllt und an weiteren Bananen und mir bestand somit kein Interesse mehr. Die Population der Affen wurde während Covid stark dezimiert. Die Einheimischen waren offenbar gezwungen im Dschungel zu jagen und Papageien, Leguane, Oppossums oder Affen zu töten, um nicht zu hungern.
Dieses Jahr sind allerdings wieder Touristen auf Grenada. Kreuzfahrtschiffe besuchen die Inseln mit Briten, Amerikanern und Deutschen. Dank belebter Flugpläne kommen wieder Urlauber auf diese Insel. Die Saison war allerdings recht kurz und die Menschen hoffen bereits auf mehr Besucher in der nächsten Saison. Ich konnte auf jeden Fall wahrnehmen, wie im Laufe der Saison die Inseln wieder lebhafter wurden. Das eine oder andere Restaurant oder eine neue Strandbar eröffnete. Es gab mit der Zeit wieder mehr StraßenverkäuferInnen und HändlerInnen. Diese Menschen sind unheimlich abhängig vom Tourismus und haben gelitten. Ich glaube, dass ich mich unter anderem deshalb „als Tourist“ so behütet und herzlich aufgenommen fühle. Hier wird auf uns aufgepasst.
Ich kann Grenada aus ganzem Herzen empfehlen: tolle Strände, Berge und Vulkane, Dschungel, Tierwelt, Rum und Gewürze… und natürlich traumhafte Buchten, Strände, Wasserfälle und herzliche Bewohner. Eine Busfahrt auf Grenada ist ein MUSS. Ihr wisst dann warum.
Das Foto des Beitrages ist übrigens wirklich eine Ananas. Ich war völlig fasziniert. Diese Pflanze trotzt irgendwie der Schwerkraft.










Morgen segeln wir nach Martinique. 155 Seemeilen in hoffentlich unter 35 Stunden. Das wird meine erste lange Überfahrt ohne Ankern und mit Nachtfahrt. Wir werden uns bei der Ruderwache abwechseln, haben vorgekocht und freuen uns aufzubrechen. Ein neues Abenteuer und eine neue Erfahrung für mich. Wir werden in Martinique einkaufen und die Werftzeit vorbereiten. Den Rückweg lassen wir entspannter angehen und planen einige Zwischenstopps bis wir in Trinidad & Tobago ankommen. Ich freue mich dieses Land kennen zu lernen und auf die Fahrt entlang der Inseln, die in den letzten Monaten meine Heimat waren.
Aktuell frage ich mich allerdings hauptsächlich, ob ich von Seekrankheit verschont bleibe, wenn ich nachts den Horizont nicht mehr sehen kann… Ich hoffe wir bleiben von größeren Algenteppichen, der Sargassumalge, verschont und Wale machen einen großen Bogen um uns. Die Wettervorhersage sieht gut aus, auch wenn wir Neumond haben. Es wird ganz schön finster sein. Ich hoffe auf einen gewaltigen und großartigen Blick auf die Sterne. Es wäre toll noch einen leckeren Mahi Mahi zu fangen und wenn uns ein paar Delfine begleiten. Ich freue mich auf Sonnenaufgang und Sonnenuntergang auf See und den endlosen Horizont. Das Leben auf See macht ehrfürchtig und dankbar.
Mir wird wieder öfter bewusst wie einzigartig unsere Welt ist und was für ein Glück es ist diese Dinge sehen und erleben zu dürfen. Mein Leben ist vollgepackt mit tollen Sachen.

Seufz, schnief, seufz. Wie schön immer wieder zu erkennen, dass du glücklich bist. Vor 30 Jahre haben wir gedacht, du könntest an Legasthenie leiden. Und nun schreibst du immer wieder so schöne Texte.
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Mein lieber Fussel, ich sitze mal wieder mit feuchten Augen… es berührt mein Herz, was du erlebst und wie du es schreibst… einfach wunderschön!
Ich wünsche Dir/euch eine gute Überfahrt, einen wunderschönen Sternenhimmel und tolle Träume! 😘😘😘🥰
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Ich bin sehr gespannt wie es mir gefällt 😅😅
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