In den vergangenen Monaten konnte ich schlafende Ammenhaie an ihren Ruheplätzen entdecken. Das war absolut einzigartig! Diese Tiere in ihren Höhlen am Riffboden zu beobachten. Die mit einer weißen Nickhaut geschützten Augen am ansonsten bräunlich gefärbten Kopf der Tiere gaben ihnen einen etwas verwunderten Eindruck. Diese Tiere können drei Meter groß werden und das Exemplar im Video gehörte zu den Größeren. Schätze ich. Größenschätzung unter Wasser ist so eine Sache… Sie sind ausgesprochen schüchtern und ziehen sich beim Anblick eines Tauchers in ihre Höhle zurück oder schwimmen davon.
Meine letzten Tauchgänge führten mich an die Riffe östlich von Mayreau. Wunderschöne und artenreiche Landschaften unter Wasser. Starke Strömungen erlauben kein langes Verweilen und somit kann man die Reise mit der Meeresströmung entlang dieses Kosmos an Leben genießen. Große Fischschwärme, Anemonen, Lobster, Makrelen, Fächerkorallen, Gehirnkorallen, Spinnenkrabben… Ich bräuchte Stunden um sie alle zu benennen. Im Gedächtnis bleiben werden mir diese Tauchgänge hauptsächlich wegen einer ersten Begegnung mit Riffhaien.
Bereits beim Abtauchen sahen meine Begleiterin von der Tauchbasis Petit St. Vincent und ich zwei Riffhaie am Grund, die eilig das Weite suchten. Wenige Minuten darauf begegnete uns ein kleineres Exemplar und der Hai schwamm uns einige Meter tiefer entgegen. Er drehte auf unserer Höhe mehrere Kreise und machte sich wohl ein Bild von uns, bevor er weiterzog. Es war so eindrucksvoll die Bewegungen eines Hais unter Wasser zu sehen. Beim vorangegangenem Tauchbriefing war ich sehr aufgeregt und habe mich gefragt, wie ich reagieren werde. Unter Wasser ist dann irgendwie immer alles anders. Es ist schwer zu beschreiben.
Innehalten, Atmen, Nachdenken. Die Grundregeln beim Tauchen. In der Regel wird der Pulsschlag dann schon wieder ruhiger.
In Mayreau gibt es einen Salzsee. Ich habe einen Bewohner gefragt, warum das inseleigene Salz nicht verkauft wird. Er hat ein wenig ratlos mit den Schultern gezuckt und meinte, dass er säckeweise Salz zuhause stehen hat. Seit kurzem wird im Sandy Feet Shop direkt am Saline Beach in kleinen Gläsern Salz verkauft. Für 5 XCD ist das kleine Glas handschriftlich mit „Mayreau Salt“ beschriftet und mit einem Palmenaufkleber verziert. Es gibt sogar verschiedene Körnungen. Wir haben den Bestand aufgekauft und können unseren Gästen damit hoffentlich eine kleine Freude machen. Das Salz schmeckt fein und ist auf jeden Fall bio.
In weniger als einer Woche gehen die letzten Gäste der Saison von Bord. Bis zu meiner Abreise sind es dann 1,5 Monate. Ich bekommen die Gelegenheit die Karibik von Martinique bis nach Trinidad & Tobago zu erkunden. Wir starten von Grenada und wollen möglichst schnell in Martinique ankommen. Denn dort füllen wir Vorräte auf und Pierre wird sich mit Materialien für die Werftzeit eindecken. Danach segeln wir gen Süden bis nach Trinidad & Tobago. Diesmal allerdings mit Zeit zum Entdecken und Entspannen. Dort angekommen wird die SY Scorpio aus dem Wasser genommen und ich fange langsam an meine Sachen zu packen.
Aktuell versuche ich meine Rückreise nach Europa möglichst stressfrei zu organisieren. Das scheint auf den ersten Blick nicht reibungslos zu klappen. Es wird sicher eine Lösung geben, aber welche ist ungewiss.
Jetzt möchte ich nicht länger über das Ende meines Aufenthaltes in der Karibik nachdenken, sondern jeden Tag in vollen Zügen genießen.













Hi meine Süße, das ist schon ganz besonders für deine Mami dich so nah bei Haien zu wissen…. aber es zeigt auch, was machbar ist, mit Ehrfurcht und Dankbarkeit mit der Natur SEIN zu können als Teil des Ganzen… Im Jetzt zu leben ist eine Bereicherung! Hab dich lieb! Bussi!
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🥰 Das ist so wahr…
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so schön wie ihr kann ich das ja gar nicht ausdrücken. es macht mich immer wieder froh und glücklich, deine Begeisterung und dein Glück wahrzunehmen. 😘
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Was für ein unglaublich schöner Ort.
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Die Karibik ist bunt, arm, warm, herzlich und wunderschön!
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