Tropischer Nachtgesang

Ich saß im Auto und fuhr durch die tropische Hitze von Martinique. Ich genoss die warme, feuchte Luft und noch etwas. Es dauerte einen Moment bis ich das „Was“ einordnen konnte. Es waren die Geräusche der tropischen Nacht, geprägt durch das Pfeifen der Frösche sowie des Windes im Dschungel. Unvergleichlich und auch wenn ich sie nicht vermisst habe, vermittelten sie mir ein Gefühl der Heimkehr.

Die Nächte auf Kreta waren vor allem in der Sommerzeit durch das Gebrüll der Zikaden geprägt. Die Luft war ganz anders. Zum Glück musste ich mich diesmal nicht lange daran gewöhnen, sondern war einfach froh zurück im Sommer zu sein. Die Wassertemperatur des Mittelmeers betrug zum Ende meiner Zeit noch 21 Grad und das Tauchen wurde Schritt für Schritt ungemütlicher.

Seit 20 Tagen bin ich zurück in der Karibik und lebe wieder auf der SY Scorpio. Der erste Sprung von der Badeplattform ins Wasser lies mich vor Freude aufjauchzen. Der Atlantik ist 28 Grad warm. Meine ersten beiden Tauchgänge in Bequia waren unglaublich. So viel Leben! Ich hätte mich auf 2 Meter bewegen können und hätte hunderte verschiedene Fische und Korallen gesehen.

In meiner letzten Zeit auf Kreta habe ich meine Abreise vorbereitet, meinen Fusselgolf winterfest gemacht, griechisches Essen sowie Sushi genossen, immer öfter gefroren und hatte einen Höhlentauchgang, den ich nicht vergessen werde. In der Nähe von Chania waren wir zum Saisonabschluss in der Elephant Cave tauchen. Eine sehr große Höhle in der versteinerte Elefantenknochen gefunden wurde und große Tropfsteine wachsen. Unser Tauchgang wurde zu einem einmaligen und einzigartigem Erlebnis, denn zu dieser Gelegenheit wurde die komplette Höhle mit Scheinwerfern ausgeleuchtet. Ich war zwei Stunden in der Höhle, um das Lichtspiel auf mich wirken zu lassen. Wunderschön. Ich habe allerdings keine eigenen Fotos gemacht und kann Euch hoffentlich später daran teilhaben lassen.

Der Kontrast zwischen dem wüstenähnlichen Kreta und der üppigen und bunten Karibik könnte wohl kaum größer sein. Es gibt allerdings eine Gemeinsamkeit und das ist die Freundlichkeit der Griechen und der Bewohner der karibischen Inseln. Immer ein Lächeln auf den Lippen, immer hilfsbereit.

Der erste Törn führte mich in den Süden der Karibik bis nach Grenada. Grenada wird für die nächsten Monate unser Start- und Endpunkt. Wir werden einige Male in Martinique stoppen, um dort Vorräte aufzufüllen. Denn viele Lebensmittel gibt es auf den englischsprachigen Inseln nicht oder sind sehr teuer. So kosten Dosentomaten im Supermarkt zum Beispiel umgerechnet etwa 5 EUR, oder auch die Käse- und Wurstauswahl für das deutsche Frühstück ist zu klein.

Nach Covid geht der Tourismus wieder los und Jeder freut sich darüber. Unsere Buchungen für diese Saison sehen schon gut aus.

Ich werde die zweite Saison auf der Scorpio definitiv in vollen Zügen genießen und freue mich diesen Teil der Karibik besser kennen zu lernen. Die Tobago Cays mit ihren Schildkröten sind einzigartig sowie Big Mamas Lobster Barbecue am Strand. Mayreau lädt zum Träumen ein, lockt mit Idylle und dem perfektem karibischen Strand. Grenadas Hauptstadt und Menschen machen mich neugierig auf den Rest der Insel. Eine Fahrt mit dem Bus ist nämlich schon ein rasantes Abenteuer mit lautem Reggae.

2 Gedanken zu “Tropischer Nachtgesang

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