Abschied mit Feuerwerk

Während ich diese Zeilen tippe, sitze ich in Hamburg in meiner Wohnung. Gestern Abend bin ich in Deutschland gelandet. Das Fliegen ging reibungslos und mittlerweile ohne Mund-Nasen-Schutz. Wer ist nach einer Reise auch immer etwas verwundert über die Geschwindigkeit? Eben war ich noch im karibisch-tropischen Paradies auf der anderen Seite der Welt und einen Wimpernschlag später sitze ich mit meinen Eltern am Tisch und genieße das lang vermisste Sushi.

Ich fühle mich etwas seltsam und verwundert und schätze, dass es eine Weile dauern wird bis das Gefühl vergeht. Ich wundere mich über die Größe meiner Wohnung, den gut sortierten Supermarkt mit seiner vielfältigen Auswahl, die großen, luxuriösen Häuser, die Sauberkeit sowie warmes Wasser und die nächtliche Stille sowie das morgendliche Vogelgezwitscher. Wie schnell doch Alltägliches zur Besonderheit geworden ist.

In den zwei Wochen vor meiner Abreise durfte ich weitere paradiesische Inseln der Karibik kennenlernen. Vom Ausgangspunkt Martinique ging es Richtung Süden zu den Inseln St. Vincent, Bequia, Union Island, Petit St. Vincent, Mayreau sowie den Inselchen Mopion Island, Happy Island und den Tobago Cays. Viele Inseln für vierzehn Tage? Allerdings, und meine Neugierde ist nicht befriedigt.

Die besuchten Inseln sind englischsprachig und gemäß meinem Reisepass war ich in St. Vincent and the Grenadines. Ich habe endlich die EU verlassen und den ersten Stempel in meinem Reisepass gesammelt. Tatsächlich war es deutlich spürbar eine andere „Welt“ zu betreten.

Die Bewohner sind sehr freundlich und haben sich nach zwei Jahren Covid spürbar über Besucher gefreut. Es gibt viel Müll, viele verfallene Häuser, Straßenhunde und – katzen, Armut und trotzdem Lebensfreude sowie Herzlichkeit und Gastlichkeit. Wir haben weiße palmengesäumte Traumstrände gesehen, in türkisblauem Wasser gebadet, sind mit Schildkröten geschwommen, wurden von einem gigantischem Barracuda überrascht und haben die Tobago Cays nach Leguanen durchstöbert. Die Eindrücke und Erlebnisse wirken nach und verstärken das Gefühl der Unwirklichkeit.

Ich bin etwa zwei Wochen in Deutschland und neben einer Hochzeit, zahlreichen Arztbesuchen, meinem Vortrag bei Globetrotter und Treffen mit Freunden, bereite ich meinen nächsten Trip vor. Der Fusselgolf wird mich diesmal begleiten, zumindest wenn der TÜV einverstanden ist. Es geht wieder in die Wärme Richtung Süden und Ihr dürft Euch auf neue Unterwassererlebnisse freuen.

2 Gedanken zu “Abschied mit Feuerwerk

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