1000 Grüntöne

Meine einwöchige Entdeckungstour durch Martinique ist beendet. Es war toll die Unabhängigkeit eines Autos zu genießen, das Land zu erkunden sowie auf den kurvenreichen Straßen die tropische Fauna zu bestaunen.

Zur Wochenplanung gehörte auch eine Shoppingtour für die Scorpio. Die Preise sind für Bootsteile und -zubehör in Deutschland schon teuer. In Martinique kann man die Preise verdreifachen oder vervierfachen.

Auch Lebensmittelpreise haben europäisches Niveau und sind sogar zum Teil höher. Dabei ist die Auswahl mit einem deutschem Supermarkt nicht zu vergleichen. Etwas worauf ich mich nach meiner Rückkehr freue: Die gut sortierten deutschen Supermärkte. Die Auswahl in Deutschland ist geradezu luxuriös.

Ein Lichtblick regionaler Produkte ist der hiesige Rum, daher stand der Besuch einer Rum Distillerie auf dem Programm. Relativ abgelegen und gut versteckt, im Norden von Martinique habe ich die J.M. Distillerie besucht. Die Mitarbeiter waren total freundlich, die Distillerie ist aktiv und sehr liebevoll für Besucher gestaltet inklusive tropischer Fauna und Geschmacks- sowie Geruchsproben, dabei ist der Eintritt umsonst. Mein karibischer Lieblingsdrink: Ti Punch – Rum mit Zucker oder Zuckerrohrsirup und Limette.

Neben dem Rum bin ich von der vielfältigen Fauna begeistert. Ganz im Süden findet sich eine Savanne mit Kakteen, vertrockneten Wasserflächen und Gras sowie steilen, rauen Klippen. Es gibt jede Menge karibische Traumstrände, aber auch das bergige Inland mit dieser fantastischen Vegetation. Die Natur ist so grün und leuchtet irgendwie. „1000 Töne grün“, sagte Pierre diese Woche zu mir.

Besonders fasziniert hat mich der Besuch der Mangroven. An der Ostküste gibt es einen Wanderpfad in einen Mangrovenwald. Das Lichtspiel und die Stille habe ich versucht Euch im Video einzufangen. Ich habe in Romanen oft Beschreibungen von Mangroven gelesen und trotzdem war ich überrascht wie dicht die Wurzeln wachsen, wie dick sie werden und wie verzweigt das Wurzelwerk ist. Alles scheint miteinander vernetzt zu sein. Die Atmosphäre lädt zu Geistergeschichten ein. Die auffälligsten und zahlreichsten Bewohner waren rechts- und linkshändige Krabben, denen ich mit Hilfe meiner Fantasie ebenfalls leicht eine Rolle in der Geistergeschichte zuordnen konnte.

Bis zu unserem letzten Trip in die südliche Karibik haben wir noch zwei Wochen. Diese werden wir nutzen und reparieren, lackieren, streichen, putzen, sortieren und den einen oder anderen Ti Punch trinken.

2 Gedanken zu “1000 Grüntöne

  1. Hi mein lieber Fussel, wieder ein toller Text! Deine Worte passen so herrlich zu den Fotos, die du präsentierst! Ich mag das sehr! Küsschen

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