In den vergangenen zwei Wochen ging es ein zweites Mal mit Gästen von Martinique nach Guadeloupe. Ich habe diese Strecke jetzt ein drittes Mal befahren mit leichten Abweichungen und unterschiedlichen Richtungen. Ich fange an über den Tellerrand zu schauen. Glücklicherweise waren die letzten Törngäste sehr aktiv und wunderbarerweise Kitesurfer. Ich habe mich bei den zahlreichen Ausflügen der Gruppe das eine oder andere Mal angeschlossen und hatte die Gelegenheit zweimal kiten zu gehen.
Das Highlight der Strecke sind definitiv Les Saintes – die Heiligen Inseln zwischen Dominica und Guadeloupe. Fünf kleine Inseln. Zwei davon bewohnt mit E-Autos, E-Bikes, Hühnern und Pelikanen, Bergen und Tälern und zahlreichen wunderschönen karibischen Buchten mit türkisblauem Wasser und weißem Sand unter Palmen. Schnorchel- und Tauchfans kommen nicht zu kurz, ebenso wie Windsurfer und Kanuten. Es gibt kleine und feine Restaurants, Boutiquen zum Stöbern und ausgesprochen freundliche und entspannte Bewohner. Sowohl der liegen geblieben Rucksack, als das raus gefallene Portmonee fanden ehrliche Finder und somit ihren Weg zurück zu unseren Gästen. Die Atmosphäre ist entspannt und verweigert sich kapitalistischem Geschäftssinn, wenn in der Mittagspause für zwei Stunden alle Geschäfte und Restaurants schließen. Caribean Feeling.











Kitespots sind auf dieser Strecke rar gesät, aber in Le Marin auf Martinique und Le Gosier auf Guadeloupe hatten wir Windglück. Le Gosier ist eine winzig kleine vorgelagerte Insel vor Guadeloupe mit einem Leuchtturm und einer Strandbar, einem Leguan und die karibischen Hühner sind wieder dabei. Weißer Korallenstrand, türkises Wasser und Palmen mit Kokosnüssen. Mehr ist dort nicht zu finden, aber am Wochenende zieht es die Bewohner von Guadeloupe mit Ausflugsbooten dorthin für ihre karibische Auszeit. Dieses Mal waren wir innerhalb der Woche vor Ort und hatten die Bucht zum Kitesurfen für uns alleine. Es war herrlich. Sonne, Wind und der Kite über mir.
Alles in allem eine wirkliche tolle Zeit mit unseren Gästen. In zwei Wochen steht die nächste Anreise an. Bis dahin genießen mein Skipper und ich Caribean Feeling… mehr oder weniger. Es haben sich einige To Do´s angesammelt und die wollen zur Vorbereitung bis zum nächsten Törn erledigt werden. Langeweile gibt es auf einem Segelboot nicht. Bedeutet für uns: In drei langen Segeltagen und 125 Seemeilen zurück nach Le Marin, Martinique und dann die Zeit nutzen. Aber keine Sorge der eine oder andere Cocktail und die ausgleichende Schwimmrunde sind ebenfalls eingeplant und die karibischen Sonnenuntergänge sind unvergleichlich.
